My Simple Best Thing

My Simple Best Thing

Im Rahmen der Fortbildungsreihe „Digitale Bildung in der Sonderpädagogik“ stelle ich heute „My Simple Best Thing“ vor – meine Unterrichtsidee zum Einsatz digitaler Medien.

Unsere „Schule an der Altmühl“ ist medientechnisch sehr gut ausgestattet. Neben einem Smartboard und einer Dokumentenkamera darf ich in diesem Schuljahr auch das Unterrichten mit dem Ipad inklusive W-Lan in meinem Klassenzimmer testen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, eine möglichst papierfreie Unterrichtsvorbereitung zu wagen und führe mein gesamtes Schriftwesen nun digital über OneNote. Ungewohnt, aber nach etwas Einarbeitung unglaublich praktisch!

Aktuell leite ich eine Kombiklasse 1/1A. Bereits in der ersten Klasse kann durchaus sinnvoll mit modernen Medien gearbeitet werden. Erfahrungsgemäß lernen die jungen Schüler den Umgang mit Smartboard und Ipad sehr schnell oder sind ohnehin schon versiert darin. Da die Mehrheit der Kinder auch im Grundschulalter häufig am Tablet oder Smartphone spielt, Videos ansieht oder sogar schon soziale Medien nutzt, muss in der Schule ein sinnvoller Umgang aufgezeigt und praktiziert werden.

In der ersten Klasse eignet sich dafür insbesondere die Buchstabeneinführung. 

Mit dem Präsentationsprogramm „Easiteach“ lassen sich schnell und recht einfach anschauliche Einstiege und Übungen erstellen, an denen die Schüler interaktiv mitarbeiten sollen.

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Buchstabeneinführung „Dd“: Dino Dodo träumt von verschiedenen Dingen, die mit „D“ beginnen. Die Schüler suchen die Bilder mit der Lupenfunktion und benennen diese.

 

Im folgenden Video ist eine unserer typischen Übungen zur Buchstabeneinführung zu sehen. Die Schüler wählen mit dem digitalen Stift die passende Farbe, um die Groß- und Kleinbuchstaben einzukreisen.

 

Eine weitere Übung schult die auditive Wahrnehmung. Der Schüler sucht sich ein Bild aus und ordnet dem Wort die Lautposition des neu erlernten Buchstabens zu.

 

Für Übungen zum Erwerb der Schriftsprache bietet sich die App A.N.T.O.N. an. Das Programm ist auf Smartphones, Tablets oder dem PC (über den Browser) kostenlos verfügbar und bietet zahlreiche Inhalte für verschiedene Fächer und Schularten. Meine Schüler haben ihren eigenen Account auf dem Ipad, mit dem sie in der Freiarbeit üben können. Fleißige Kinder werden innerhalb der App mit Münzen belohnt, die sie gegen kindgerechte, kurze Spiele eintauschen können. Im Video sieht man eine Schülerin, die selbstständig mit A.N.T.O.N. schreiben und Silben klatschen übt.

 

Selbstverständlich steht das Schreiben und Lesen auf Papier in unserer Klasse an erster Stelle, doch die Arbeit mit Ipad und Smartboard motiviert die Schüler nicht nur ungemein, sondern bietet auch viele Vorteile. Neben der Erweiterung der Medienkompetenz und dem Kennenlernen kindgerechter Lernprogramme, profitieren vor allem Kinder mit motorischen Schwierigkeiten von den digitalen Unterrichtseinheiten. Auf dem Smartboard können die Kinder einen besonders komplizierten Buchstaben so oft üben, wie sie möchten – ohne beim Radieren das Blatt zu zerknittern und weniger schöne Spuren zu hinterlassen. In der A.N.T.O.N.-App werden Buchstaben so nachgespurt, dass ein Abrutschen unmöglich ist – das Ergebnis sieht also immer toll aus.

Wir, meine erste Klasse und ich, möchten diese Möglichkeiten nicht mehr missen.

Die Mischung macht’s! 🙂

 

Software/App:

www.easiteach.com

www.anton.app

Bilder:

Easiteach (Bilderarchiv)

https://www.persen.de/3548-handpuppe-momel.html

Musik:

https://freemusicarchive.org/genre/Instrumental/

Interpret: Scott Holmes   Titel: Positive and Fun

 

LdL-Mooc und noch ein paar Dinge…

LdL-Mooc und noch ein paar Dinge…

LdL mit dem Referendariat zu verbinden, ist schon eine Herausforderung. Ich will ja nicht nur meine Schüler nach dieser Methode unterrichten, sondern möglichst viel dafür tun, LdL zu verbreiten und andere Lehrkräfte zu coachen. Die Struktur des Referendariats macht dies nahezu unmöglich, und so zähle ich die Tage, bis es endlich vorbei ist, nämlich 268 Tage 😀 . Deshalb möchte ich mich auch gleich dafür entschuldigen, dass ich momentan nicht so aktiv bin, wie ich es gerne wäre.

Trotzdem gibt es tolle Neuigkeiten.

Am 23. Juni werden Referendare mit ihren Seminarlehrern und Direktoren meinen Unterricht besuchen und sogar Jean-Pol Martin wird extra an meinen Einsatzort kommen, um anschließend an die Hospitation eine Diskussion mit den Teilnehmern und mir zu führen. Hierfür wird auch die Presse eingeladen (je mehr „Werbung“, umso besser).

Immer mehr Kollegen interessieren sich für diese Methode und so wurde mir angeraten, LdL auch in meiner Anfängerklasse im Spanischunterricht durchzuführen, was ich gleich diese Woche gestartet habe. Das wird besonders interessant, da sich die Schüler im 1. Lernjahr befinden. Eine Referendarin wird LdL ab sofort im Mathe-Unterricht einführen und zufällig sind einige Schüler aus meiner LdL-Klasse dabei, die sich sehr über den Methodenwechsel freuen und als Experten fungieren können.

Für das Wintersemester 2015 wurde mir diese Woche ein Lehrauftrag angeboten, ich werde tatsächlich ein Profilmodul in der romanistischen Fachdidaktik bekommen – und zwar zu Lernen durch Lehren! Damit wird ein Traum für mich wahr. Jetzt fehlt mir nur noch eine Schule, die mir eine Klasse für die Promotion gibt (es sind schon drei im Gespräch, mein Favorit ist jedoch meine jetzige Einsatzschule). Mal sehen, was die Zukunft bringt!

Am 23. Mai werde ich in einem Live-Hangout ein Interview im Rahmen des LdL-Moocs geben und freue mich über viele Zuhörer und Fragensteller!