Fazit nach 6 Monaten LdL

Fazit nach 6 Monaten LdL

Eigene Beobachtungen

Mittlerweile wird die Klasse seit knapp sechs Monaten nach dem Lernen durch Lehren – Prinzip unterrichtet. Während dieser Zeit konnten große Fortschritte bei den Schülern beobachtet, aber auch Schwächen von LdL, das heißt im Zusammenhang mit den äußeren Rahmenbedingungen des Schulsystems verzeichnet werden. Im Folgenden sollen verschiedene Probleme und Vorteile von LdL beschrieben werden, die aus meinen Beobachtungen in der 7. Klasse hervorgehen.

Zeitproblem

Es erfordert viel Zeit und Geduld, wenn Schüler die Stoffvermittlung übernehmen. Eine Unterrichtsstunde allein wird immer für die Aufbereitung der einzelnen Einheiten benötigt. Von da an haben alle Gruppen ihre Materialien stets parat und die Stoffvermittlungen können der Reihe nach abgerufen werden. Prinzipiell konnte der Halbjahresplan eingehalten werden, doch tatsächlich fehlt in den einzelnen Unterrichtsstunden die benötigte Zeit für grammatikalische Übungen. Kompensiert wird dieses Manko zwar durch die Intensivität der Stoffvermittlungen durch die Lerner selbst, denn in meiner Rolle als Beobachter kann ich besser auf einzelne Schüler achten und vor allem darauf, ob sie die neuen Inhalte wirklich verstanden haben. Sobald nur die geringsten Zweifel aufkommen, interveniere ich sofort und lasse den Stoff noch einmal von einem anderen Schüler erklären – so lange, bis alle das neue Wissen verinnerlicht haben. Deshalb bin ich der Meinung, dass mindestens vier Schulstunden notwendig sind, um Lernen durch Lehren erfolgreich praktizieren zu können, ohne den Anschluss zu verlieren. Entgegen meiner Erwartungen hat die Vermittlung der neuen Inhalte insgesamt nicht länger gedauert, als ich es ursprünglich für mich selbst eingeplant hatte. Meiner Meinung nach hat dies einen einfachen Grund: Das neue Wissen wird durch Ldl besser verinnerlicht, die Schüler fühlen sich sicherer und stellen wichtige Fragen gleich.

Die Klassensituation

Mir ist bewusst, dass die mir gegebenen Grundvoraussetzungen eine ideale Basis für die Durchführung von Lernen durch Lehren waren. Die Schüler sind größtenteils diszipliniert und zuverlässig, was bedeutet, dass sie ihre Materialien immer mit sich führen. In anderen Fällen muss die Lehrkraft die gesamten Präsentationen einsammeln und selbst mitbringen, was einen zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet. Zudem würden die Schüler dann das Gefühl haben, ein großes Stück an Verantwortung an die Lehrkraft zu übergeben, was den Sinn von LdL verfehlen würde und sich negativ auf die Stoffvermittlungen umschlagen könnte. Eine dritte Möglichkeit wäre das Aufbewahren der Materialien im Klassenzimmer, was jedoch nicht in jeder Schule möglich ist. Ein äußerst wichtiges Element für einen gelungenen LdL-Unterricht ist das Klassenklima. Es ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit, dass sich die Schüler, vor allem in der Unter-und Mittelstufe, gegenseitig respektieren, ernst nehmen und zuhören. Oft muss der respektvolle Umgang miteinander erst über Wochen trainiert werden; in meinem Fall war dieser von Anfang an gegeben. Die Lerner lachen sich nicht gegenseitig aus, lassen sich untereinander zur Ruhe ermahnen und nehmen Kritik zu ihren Beiträgen nicht als persönlich auf. Im Gegenteil: Sie sprechen sich sogar immer wieder Mut zu, wenn jemand beispielsweise aufgrund sprachlicher Hindernisse nicht weiter kommt. Und das, obwohl es sich um eine Mischklasse aus drei verschiedenen Klassen handelt. Es ist im LdL-Unterricht besonders wichtig, dass der Lehrer sehr konsequent und streng ist, um den Schülern einen sicheren Rahmen zu bieten.

 Auswirkung auf einzelne Schüler

Tatsächlich hatte die Umstellung auf den LdL-Unterricht positive Auswirkungen auf einzelne Schüler. Der Schüler X,  der zuvor unkonzentriert war, fühlt sich mit der neuen Methode sehr wohl und kann seine Aufmerksamkeit auf die vielen Interaktionen im Klassenzimmer richten und positiv einsetzen; er gehört jetzt zu den aktivsten Schülern und hat großen Spaß an LdL. Die Schülerin Y, die zuvor negativ durch ihre laute Art auffiel, kann diese nun ebenso positiv im Unterricht einsetzen und überzeugt dadurch, dass sie unklare Inhalte gerne ihren Mitschülern noch einmal auf Französisch erklärt. In den letzten Wochen stellte sich heraus, dass die Schülerin Z sehr oft fehlte und auch ihr Unterrichtsmaterial vergaß, weshalb ich sie als Konsequenz von den Stoffvermittlungen ausschloss. Ich bekam mit, dass die Schüler ein ernstes Gespräch mit ihr führten und sie darauf hinwiesen, dass man sich im LdL-Unterricht aufeinander verlassen müsse. Vor drei Wochen gab ich ihr also erneut die Gelegenheit, gemeinsam mit einem anderen Schüler eine Grammatik aufzubereiten. Seitdem erschien sie zuverlässig im Unterricht und scheint begriffen zu haben, dass die Klasse nur als Team funktionieren kann.

Leistungsstand

Die Leistungen der Schüler haben sich seit der Umstellung auf LdL nicht verschlechtert und konnten aufrechterhalten werden. Dies ist äußerst bemerkenswert, da sie sich die gesamte Grammatik für die letzten zwei Schulaufgaben selbst beigebracht haben!

Feedback von außen

 

Sehr erfreut und überrascht war ich über die durchwegs positiven Rückmeldungen der Eltern. Bereits am 1. Elternsprechtag, als das Projekt erst seit wenigen Wochen lief, zeigten sich diese beeindruckt von den Fortschritten ihrer Kinder und baten mich, mit LdL weiterzumachen. Die Die zwei aussagekräftigsten Reaktionen möchte ich hier kurz wiedergeben. Die Mutter von Schüler X besuchte extra meine Sprechstunde, um mir für die Erfolge ihres Sohnes hinsichtlich seiner Konzentrationsprobleme im Französischunterricht zu danken. Es sei das einzige Fach, in dem er sich aufgrund von LdL sicher fühle und sich nicht mehr ablenken ließe. Einen weiteren Dankesanruf erhielt ich von der Mutter der Klassenbesten. Sie lobte meinen Einsatz von LdL besonders im Hinblick darauf, dass auch ohnehin schon gute Schüler noch mehr gefördert werden könnten.

Befragung der Schüler

Die Meinung der Lerner spielt für die Weiterentwicklung und Überarbeitung des LdL-Unterrichts eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund entwarf ich einen anonymen Fragebogen, den die Schüler online ausfüllen konnten.

Von den 26 Schülern nahmen 20 Schüler an der Online-Befragung teil. Im ersten Abschnitt konnten die Lerner 18 Aussagen zu verschiedenen Aspekten des LdL-Unterrichts auf einer Skala von 1-4 bewerten (1=Stimme voll zu, 2=Stimme eher zu, 3=Stimme eher nicht zu, 4=Stimme überhaupt nicht zu). Im zweiten Teil der Befragung ging es darum, ob der Französischunterricht weiterhin nach der LdL-Methode durchgeführt werden sollte oder nicht. Die Entscheidung sollte kurz in eigenen Worten begründet werden. Abschließend hatten die Probanden die Möglichkeit, allgemeine Kritik und Wünsche über den LdL-Unterricht zu äußern.

Die Aussage “Ich habe das Gefühl, öfter französisch zu sprechen als vorher” bewerteten 55% der Befragten mit “Stimme voll zu”, weitere 30% mit Stimme eher zu” und 13% mit “Stimme eher nicht zu”. Der Großteil der Lerngruppe konnte die Aussage demnach bejahen. Es ist aber sicherlich noch Luft nach oben, was den Sprechanteil einzelner Schüler betrifft, zurückhaltende Lerner müssen demnach noch stärker in die Kommunikation mit einbezogen werden, worauf ich als Lehrkraft in Zukunft verstärkt achten werde.

Interessant ist auch die Antwort auf die Aussage “Der LdL-Unterricht nimmt mir die Angst vor Referaten und mündlichen Prüfungen”: Die Mehrheit der Lerner ist sich darüber einig, dass ihnen die im LdL-Untericht erworbenen Kompetenzen und Erfahrungen generell für mündliche Prüfungssituationen behilflich sind. 34% der Befragten antworteten mit “Stimme voll zu”, ganze 60% mit “Stimme eher zu” und nur 4% mit “Stimme eher nicht zu”. Im März fanden die mündlichen Schulaufgaben in der 1. Fremdsprache, also Englisch, statt und die Schüler berichteten mir davon, weniger aufgeregt gewesen zu sein, da sie die Situation schon aus dem LdL-Unterricht kannten.

Mit 69% wählte die Mehrheit der Probanden “Stimme voll zu” als Antwort auf die Aussage, ob LdL auch in mehr Fächern eingesetzt werden sollte. Das bedeutet, dass die Schüler nicht nur großen Spaß an LdL haben, sondern auch die Vorteile zu schätzen wissen. Anscheinend halten sie die erzielten Lerneffekte für sinnvoll.

Die für mich aufschlussreichsten Ergebnisse stellten jedoch die selbst formulierten Antworten des letzen Teils der Befragung dar. Nur eine/ein Schüler/in würde lieber wieder traditionell unterrichtet werden, alle anderen entschieden sich für LdL, auch in Zukunft. Die Verbesserungsvorschläge der Schüler sind sehr konstruktiv und nachvollziehbar. So schreibt einer der Befragten: “Ich würde immer ein Zeit Limit setzen, dass der Vortrag nicht zu lang und vor allem nicht „langweilig“ wird. Außerdem würde ich die Gruppen ab und zu mischen, um zu lernen, auch mit anderen Leuten (vielleicht auch manche, die man nicht so gut kennt) zu arbeiten.”

Viele der Schüler wünschen sich mehr Übungen, was mir selbst auch schon aufgefallen war. Auch dem Wunsch nach einem Durchmischen der Gruppen werde ich in der nächsten Runde nachgehen.

Fazit und Ausblick

Alles in Allem fiel das Feedback der Schüler überwiegend positiv aus, weshalb ich die Umstellung auf den LdL-Unterricht für mich und meine Klasse als gelungen bezeichnen möchte. Aufgrund meiner hier beschriebenen ersten Erfahrungen mit LdL in der Rolle der Lehrkraft möchte ich weiterhin nach dieser Unterrichtsmethode unterrichten und halte sie besonders im Fremdsprachenunterricht für sinnvoll. Meiner Meinung nach ist die Umstellung auf LdL jedoch nur sinnvoll, wenn die Methode konsequent bis zum Ende des Schuljahres und nicht nur für einzelne Lektionen angewandt wird. Darüber hinaus sollten LdL-Lehrkräfte eine fundierte praktische Ausbildung erhalten, um die Methode erfolgreich umsetzen zu können. Um selbst andere Lehrer in LdL coachen zu können, strebe ich nach Abschluss des Referandariats eine Promotion in der romanistischen Fachdidaktik an, die sich mit der Methode noch intensiver auseinander setzt, vor allem im Hinblick auf Leistungsnachweise und die zum Schuljahr 2015/16 erscheinenden neuen Lehrpläne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zu schön, um wahr zu sein

Zu schön, um wahr zu sein

In der letzten Schulstunde war ich überflüssig.

Eine Schülerin hatte Verständnisprobleme bei der neuen Grammatik. Als ich Hinweise geben wollte, kam ich nicht zu Wort. Die Klasse merkte nicht einmal, dass ich helfen wollte, da die Schüler so konzentriert versuchten, das Problem selbst zu lösen. Sie gaben sich erst zufrieden, als wirklich die gesamte Schülerschaft das Thema komplett verstanden hatte! Und das, ohne genervt oder ungeduldig zu sein. Mir ist bewusst, dass dies nicht in jeder Klasse so toll laufen kann/muss. Doch es macht wahnsinnig Spaß, die Fortschritte der Schüler zu beobachten. Wie selbstverständlich ermahnen sie sich gegenseitig zur Ruhe, verbessern sich in der Aussprache, stellen sich Fragen und sprechen schon viel flüssiger. Sie sind immer noch zu selbstkritisch, doch das ist menschlich. Man schätzt sich generell immer zu negativ ein, deshalb bespreche ich weiterhin jede einzelne Stoffeinführung mit dem jeweiligen Schülerteam und lobe sie dabei noch einmal extra. So bleiben die Schüler auch motiviert. 

Wer mich und meine Klasse mal besuchen möchte, kann dies jederzeit tun. 🙂

Wie geht es eigentlich weiter?

Wie geht es eigentlich weiter?

Anscheinend ist das Interesse an Ldl, vielleicht an alternativen Unterrichtsmethoden im Allgemeinen, momentan sehr groß. Mehrere Lehrer haben einen Unterrichtsbesuch bei mir angemeldet, immer öfter werde ich in den Pausen auf Ldl angesprochen, ohne Werbung dafür gemacht zu haben. Eine sehr engagierte Referendarin an einem Nürnberger Gymnasium darf Ldl nach Absprache mit ihrer Seminarlehrerin nun auch in ihrer Klasse ausprobieren. 

Vielleicht ist die Lehrerausbildung ein guter Punkt, um gezielt zu Informieren und Hospitationen anzubieten. Im nächsten Halbjahr möchte ich gerne eine SCHILF (schulinterne Lehrerfortbildung) anbieten, meine Direktorin riet mir schon einmal dazu. 

Ldl als Unterrichtsmethode zur Erfüllung der im Lehrplan geforderten Kompetenzen

Die neuen Lehrpläne für das Gymnasium werden gerade erstellt und erscheinen voraussichtlich 2015/16. Sicher ist aber, dass diese kompetenzorientiert und freier gestaltet sein werden als die jetzigen. Eigentlich muss ich diese Gelegenheit unbedingt ergreifen, um die Möglichkeiten von Ldl zur Kompetenzförderung aufzuzeigen, am besten im Rahmen einer Promotion mit Jean-Pol Martin als Doktorvater oder zumindest Zweitbetreuer. 🙂 Ich hoffe sehr, dass ich nach dem Referendariat im Februar 2014 die Möglichkeit dazu haben werde! 

Struktur!

Struktur!

Nachdem die zweite Lektion des Schulbuchs mit Ldl eingeführt und die Schulaufgabe geschrieben worden war, ist es an der Zeit für eine neue Runde. Doch vorher noch ein kurzes Fazit zur Zeiteinteilung.

Zeit

Entgegen meiner Erwartungen hat die Vermittlung der neuen Inhalte insgesamt nicht länger gedauert, als ich es ursprünglich für mich selbst eingeplant hatte. Meiner Meinung nach hat dies einen einfachen Grund: Das neue Wissen wird durch Ldl besser verinnerlicht, die Schüler fühlen sich sicherer und stellen wichtige Fragen gleich. Mir ist aufgefallen, dass ich, wenn ich einen neuen Inhalt selbst einführe, aufgrund von Zeitdruck Schülerfragen oftmals nach hinten verschiebe („Hört erst mal zu“; „Wartet mal, vielleicht klärt sich das gleich“; „Frag später nochmal“…). Als Lehrer ist man es gewohnt, ständig auf die Uhr zu schauen, die verbleibenden Minuten zu zählen und das, was man sich für die Stunde vorgenommen hat, bestenfalls auch abzuleisten. Für scheinbar unnötige Fragen bleibt dabei keine Zeit. 

In den Ldl-Stunden hingegen habe ich als Beobachter die Möglichkeit, die Schüler an der Tafel auf die Meldungen ihrer Mitschüler hinzuweisen. Keine Frage, keine Bemerkung bleibt unbeachtet! Auch die Schüler an der Tafel neigen wie ich und andere Lehrer dazu, erst ihren „Vortrag“ zu Ende führen zu wollen und die Fragen zunächst zu übergehen. Ein ganz natürliches Verhalten, dem ich in meiner neuen Rolle gezielt entgegensteuere, indem ich die Kinder immer wieder auf ihre Mitschüler aufmerksam mache. Der Lehrer als Beobachter muss also immer sehr aufmerksam sein, auch beobachten strengt an! 😉

Zweite Runde

Nach der Schulaufgabe letzte Woche wurde Anfang der Woche der Stoff der 3. Lektion an die Schüler verteilt. Dieses mal beschränkte ich mich dabei auf 2er-Gruppen, was mir sinnvoller erscheint und sich aufgrund der Fülle der Inhalte auch anbietet. Die Klasse stürzte sich regelrecht auf die neuen Einheiten. Als Zusatzaufgabe erhielten sie von mir den Hinweis, sich dieses Mal auch Gedanken über Methodenwechsel (Partnerarbeit, Einzelarbeit), auf das Einhalten ihrer Zeitangaben (etwas, das man als Lehrer auch gerne mal „vergisst“) und auf mehr Kreativität bei der Einführung des neuen Wortschatzes zu achten.

Wieder schaffte es die gesamte Gruppe, innerhalb von 25-30 Minuten fertig zu werden, so dass wir in der anschließenden Stunde beginnen konnten. Hier bekamen wir sogar Besuch von zwei interessierten Referendarinnen, welche von der so auf sich selbst konzentrierten Klasse teilweise nicht einmal bemerkt worden waren. („Wann kommt der Besuch?“- „Ist schon seit 20 Minuten da“.)

Struktur

Das erste Schülerpaar legte einen tollen Auftritt hin! Beide Schülerinnen wechselten sich in ihren Aufgaben ab, sprachen nur Französisch, ermahnten die Mitschüler zur Ruhe, lobten (!), kontrollierten die Mitarbeit, ließen ihre Mitschüler an die Tafel kommen, achteten darauf, dass sich nicht immer die gleichen Schüler meldeten…. Wahnsinn! 

Das zweite Paar hatte sich ebenso gut vorbereitet und versuchte, auf Ruhe in der Klasse zu achten, was jedoch nicht so gut gelang. Dies hatte einen einfachen Grund: die beiden Schülerinnen waren selbst unruhig und kicherten, was sich natürlich auf die Klasse übertrug, die zuvor noch mucksmäuschenstill war. Morgen werden die beiden ihre Einführung beenden, so kann ich zuvor noch darauf hinweisen, wie wichtig eine klare Struktur für ein funktionierendes Unterrichtsgeschehen ist. Eine Klasse passt sich dem Verhalten ihrer Lehrkraft an, meiner Meinung nach gibt es keine rein „böse“ Klasse. Sicherlich gibt es viele andere Faktoren, die das Verhalten einer Lerngruppe beeinflussen, es steht aber außer Zweifel, dass ein und dieselbe Klasse in einem Fach sehr aufmerksam und im nächsten Fach äußerst unruhig sein kann. Zeigt ein Lehrer seine Unsicherheit, spürt dies eine Klasse sofort. Das gilt auch für Ldl!

 

 

Kurzer Zwischenbericht

Kurzer Zwischenbericht

Nächste Woche schreiben wir die erste Schulaufgabe nach LdL und ich bin jetzt schon auf das Ergebnis gespannt. 

Zur Klasse

Die Klasse hat weiterhin Spaß an Ldl und möchte unbedingt weitermachen. Die Ldl- Einführungen für die 2. Lektion sind abgeschlossen und die nächsten drei Stunden werden wir dazu nutzen, für die Schulaufgabe zu üben. Dabei werde ich versuchen, die Übungen von Schülern leiten zu lassen.

Feedback aus dem Kollegium

Überraschenderweise war meine Fachschaftsbetreuerin so begeistert von meiner Ldl-Stunde, dass sie ab sofort mit ihrer 6. Klasse selbst auf Ldl umsteigt. Dazu bat sie mich um Tipps und ich schicke ihr heute noch ein paar Materialien! Das wurde auch in der gestrigen Fachsitzung erwähnt, meine Direktorin versorgte mich dann gleich mit zusätzlichem Material aus ihrer Ldl-Zeit. Ich bin also an der richtigen Schule gelandet! 

Außerdem haben sich zwei weitere Lehrer (Fremdsprachen, Deutsch und Geschichte) für Hospitationen in meiner Klasse angemeldet. Das freut mich natürlich sehr und ich bin immer dankbar für konstruktive Kritik. So fiel zum Beispiel meiner Fachschaftsbetreuerin auf, dass man die Sitzordnung noch optimieren könnte, um die Tische schneller umzustellen. Das habe ich gleich heute umgesetzt und es klappt wirklich besser.

Und schließlich habe ich heute noch grünes Licht von der Fachschaft dafür bekommen (bzw. die Anregung), dass ich in meiner 10. Klasse auch Ldl machen sollen, was ich in zwei Wochen nach der Schulaufgabe auch starten werde.

 

Es läuft…

Es läuft…

… vor sich hin. 

Letzte Woche war die Fachbetreuerin zu Gast und hat sich das ganze mal angesehen. Auf das Feedback warte ich noch, bin aber schon sehr gespannt. Nach der Stunde meinte sie nur „Das hat mir sehr gut gefallen, aber ich bewundere Ihre Geduld.“ 

Geduldig muss man tatsächlich sein, denn man sollte die Schüler bei kleineren Fehlern nicht sofort unterbrechen. Ich habe mir angewöhnt, Fehler mitzuschreiben und erst danach darauf hinzuweisen (außer bei groben Fehlern).

In der übernächsten Stunde werde ich eine Ex schreiben, das Ergebnis wird mir zeigen, ob LdL tatsächlich so gut läuft, wie es scheint. Eine Woche später dann die Schulaufgabe, wenn wir unseren Schnitt einigermaßen halten können, bin ich durchaus zufrieden.

FLOW FLOW FLOW

FLOW FLOW FLOW

Zunächst ein kurzes Resümee der vorletzten Stunde: Diese verlief sehr gut, die Gruppen waren gut organisiert und hatten zur Worterklärung sogar Bilder am PC ausgedruckt. Die Klasse stellte viele Fragen und alle waren zufrieden. Eine Stunde, über die ich nichts negatives sagen kann – gerade für die Anfangsphase, in der wir uns befinden.

Und nun zur heutigen Stunde:

WOW!

Heute haben meine Schüler eine unglaubliche Leistung hingelegt! 

Drei Schülerinnen, im Unterricht zwar aktiv, aber eher ruhig, sollten die Durchnahme einer Verbkonjujation (recevoir) übernehmen. Als sie beginnen wollten, herrschte leichte Unruhe in der Klasse (6. Stunde). Ich hatte den Schülern zuvor schon einmal gesagt, dass sie erst sprechen sollten, wenn die Klasse komplett ruhig ist – bisher hatte immer ich für diese Ruhe gesorgt.

Silence!

Doch dies musste ich nicht tun, denn dafür sorgte die Schülerin mit einem lauten „Silence!“ selbst. Die Klasse war so verblüfft, dass es sofort ruhig war. Sobald im Laufe der Stunde auch nur leichte Unruhe aufkam, wurde diese sofort von einer der drei Schülerinnen laut und bestimmt unterbunden.

Der Ablauf

Die Gruppe ließ die Bedeutung des Verbs anhand eines gezeichneten Briefkastens erraten: „empfangen“. Anschließend wurde eine Überschrift und eine Tabelle angezeichnet, welche die Klasse ins Heft kopierte. Als Aufgabe sollten die Schüler in Partnerarbeit die richtigen Formen erraten mit einer Zeitangabe (!) von zwei Minuten. Nur zur Info: Die Zeitangabe ist das, was die meisten Referendare in ihren ersten Lehrversuchen vergessen, also bei weitem nicht selbstverständlich für diese 7. Klasse.

Während dieser Phase gingen zwei der Schülerinnen umher und kontrollierten, ob die Arbeitsaufträge ausgeführt wurden. Zudem beobachtete ich, dass sie Hilfe leisteten und die Schüler dazu aufforderten, Französisch zu sprechen. 

Danach wurde die Tabelle vervollständigt und einzelne Schüler schrieben die Formen an die Tafel. 

Fazit

Die ganze Stunde verlief komplett auf Französisch! Und es gab Standing Ovations für die Schülerinnen. 🙂 So konnte ich sozusagen im Flow das Klassenzimmer verlassen und ich hoffe, meine Schüler auch.

Feedback

Hier möchte ich auch einmal kurz erwähnen, dass jede einzelne Gruppe von mir und der Klasse ein Feedback bekommt. Die Schüler, oder besser gesagt wir Menschen generell, neigen dazu unsere Leistung falsch, bzw. oft zu negativ einzuschätzen. Diese Feedbackrunden finde ich sehr wichtig, da hier nochmal gezielt gelobt wird (vor allem von den Mitschülern) und man Fehler direkt besprechen kann. Bisher wurde noch kein angesprochener Fehler von einer anderen Gruppe wiederholt. Zudem soll das Feedback den Schülern Selbstbewusstsein und Sicherheit verleihen.

 

Tag 3: Ich liebe meine Schüler :)

Tag 3: Ich liebe meine Schüler :)

Am dritten LdL-Tag musste ich zunächst einmal die 1. Schulaufgabe herausgeben (mit einem sagenhaften Schnitt !). Diese war nicht besonders leicht, doch meine Klasse meisterte sie mit Bravour. Trotzdem wurden ein paar Tränen vergossen, was aber auch zeigt, wie ehrgeizig die Schüler sind. Im Großen und Ganzen waren aber alle zufrieden und zumindest konnte jeder, was mir noch viel wichtiger ist, seine Note nachvollziehen.

Nach der Besprechung der Schulaufgabe war noch etwas Zeit übrig, die ich für eine Feedback-Runde über die letzte LdL-Einheit nutzte. Zunächst bat ich die beiden Schülerinnen selbst, ihre Einführung kritisch zu reflektieren. Sie stellten noch einmal das Problem der Semantisierung dar und die eine Schülerin gab zu, dass es ihr schwer fiel, das wiederzugeben, was sie sagen wollte.

Da meldete sich die Klassenbeste, die in der ersten Stunde mit ihrem Können glänzte, und sagte: „Das ist doch überhaupt nicht schlimm, ich konnte das auch nicht so gut und wir machen das ja noch nicht lange.“ Dann meldeten sich weitere Schüler und bestätigten, dass sie das nicht schlimm finden und trotzdem alles verstanden hatten (ich war also zu kritisch).

Dann fragte ich noch einmal die gesamte Klasse nach ihrer Meinung und es meldete sich eine Schülerin mit den Worten: „Ich fand es sehr gut, dass zuerst die Wörter und dann der Text eingeführt wurden. So ist es einfach zu verstehen.“ Dieses wichtige, gut umgesetzte Detail hatte ich also auch übersehen. Und zum Abschluss bemerkte eine Schülerin, dass es schade war, dass von Schülerin 2 so wenig beigetragen wurde.

Im Anschluss hatten wir noch Zeit, die eingeführten Textabschnitte noch einmal zu lesen, was von zwei Schülern übernommen wurde, die sich freiwillig gemeldet hatten. Wieder bekamen die Moderatoren die volle Aufmerksamkeit der Klasse, Fehler wurden bemerkt und verbessert und die beiden mit einem Applaus belohnt.

Fazit:

Ich liebe meine Klasse! Sie gehen so respektvoll miteinander um und haben das Prinzip von LdL von Anfang an verstanden. So etwas wie auslachen oder bloßstellen gibt es in dieser Klasse nicht, im Gegenteil: Sie sprechen sich gegenseitig Mut zu. Und dass, obwohl es sich um eine Mischklasse aus drei Klassen handelt, die in diesem Schuljahr zum ersten Mal so zusammengewürfelt wurde.

Tag 2: Ein Auf und Ab

Tag 2: Ein Auf und Ab

Da die erste Stunde bombastisch lief, erwartete ich mir nicht allzu viel von der zweiten – meistens ist es doch ein Auf und Ab (dies trifft übrigens auch auf alle anderen Lebensbereiche zu 😉 ).

Die nächste Gruppe, bestehend aus zwei Schülerinnen, begann mit der Einführung ihres Teils des Lektionstextes. 

Die Semantisierungsphase

Die Semantisierung (Einführung der neuen Vokabeln) bildete den ersten Schritt der Textarbeit. Dazu hatten sich die beiden Schülerinnen unbekannte Wörter herausgesucht und auf Folie geschrieben. Zu jedem Wort hatten sie einen französischen Satz oder ein Bild vorbereitet, was an sich sehr vorbildlich ist, denn sie mussten nur in einem (!) Beispiel auf das Deutsche zurückgreifen. 

Aber…

… es gab zwei Probleme bei der Einführung. Zum einen hatten die beiden Mädchen viel zu viele Vokabeln herausgesucht, so dass ich sie nach dem zehnten Wort unterbrach. Ich forderte eine der beiden auf, die Klasse zu fragen, welche der ausgewählten fünfzehn Wörter nicht extra erklärt werden müssen. Gemeinsam beschlossen die Schüler, zehn Wörter zu streichen. Das hat mich doch etwas überrascht, denn sie wollten z.B. das Wort triste (=traurig) aus der Liste nehmen, weil ich es ihnen am Schuljahresanfang schon einmal kurz erklärt hatte ( Bonuspunkt für mich, denn sie hatten es sich anscheinend gemerkt.)

Das zweite Problem war, dass die eine Schülerin einen größeren Anteil der Moderation übernahm und die andere, sprachlich sehr gute Schülerin sich sehr schüchtern verhielt: So gab es immer wieder mal Verständigungsprobleme oder die Schülerin kam sprachlich nicht weiter. 

Die Texteinführung

Die Klasse wurde dazu aufgefordert, den Text in verschiedenen Rollen zu lesen. Fehler wurden sofort verbessert, wie auch schon beim ersten Mal. Anschließend wurden Fragen zum Text gestellt (nur zwei, was aber in Ordnung war aufgrund des Textinhaltes und der Qualität der Fragen) und diesen Mal sollten alle Schüler die Fragen und Antworten ins Heft mitschreiben.

Am Ende der Stunde schrieb ich die Hausaufgabe an die Tafel (Vokabeln lernen und den Text lesen).

Fazit:

Meines Erachtens nach war diese Stunde nicht besonders befriedigend und ich hatte zunächst Angst, sie würde auf die Schüler demotivierend wirken. Doch dies sollte sich am nächsten Tag (gottseidank) als falsch erweisen.

Die erste Stunde – Von Null auf Hundert

Die erste Stunde – Von Null auf Hundert

Am Montag nach den Herbstferien (in einer Doppelstunde) wurde die Klasse darüber informiert, dass sich der Unterricht ab sofort komplett ändern sollte. Nach einer kurzen Info über die Unterrichtsmethode LdL waren die Schüler noch etwas skeptisch, aber auch neugierig. Bevor die Schüler Fragen stellen durften, wurde zunächst die Sitzordnung geändert ( U-Form).

1. Änderung der Sitzordnung

Der erste Versuch, die Tische umzustellen, war etwas chaotisch und zu laut. Als die U-Form stand, bat ich die Schüler, die Tische noch einmal zurückzuschieben und wir übten die Umstellung noch einmal. Beim zweiten Mal klappte es bereits viel besser, schneller und leise. Da das Klassenzimmer mit Einzeltischen ausgestattet ist, erleichtert dies das Verschieben der Tische. Auf die Frage einer Schülerin, wieso die Klasse jetzt in U-Form sitzen soll, antwortete ein anderer Schüler: „Damit wir uns ansehen können, wenn wir miteinander sprechen!“ Somit war dies geklärt.

2. Die Basics

Im nächsten Schritt teilte ich der Klasse ein Merkblatt mit wichtigen französischen Sätzen zur Unterrichtskommunikation und zur Gestaltung der verschiedenen Phasen aus (Répète, plus fort, c’est à toi….). Des weiteren wies ich die Schüler auf die „Regeln“ hin und beantwortete ich Fragen zu LdL.

Die Regeln:

Notengebung: Die Notengebung erfolgt wie bisher (Rechenschaftsablagen, Unterrichtsbeiträge, Exen und Schulaufgaben).

Die Stoffverteilung: Die gesamte Lektion wird in kleinen „Häppchen“ auf Zweier- und Dreiergruppen verteilt. Die Gruppen, die den Text einführen, müssen drei Fragen zu ihrem Textabschnitt erstellen und die unbekannten Wörter semantisieren. Dabei sind ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Schüler, die sich um die Grammatik kümmern, haben die Aufgabe, einen Hefteintrag zu erstellen.

Die Unterrichtssprache: Die Unterrichtssprache ist Französisch, dies gilt auch für die Semantisierung und für die Hefteinträge. Da wir bisher schon fast ausschließlich Französisch sprachen, ist dies keine allzu große Umstellung für die Schüler.

Vernetzung: Es sollen immer so viele Schüler wie möglich einbezogen werden. Die ganze Klasse soll aktiviert sein, niemand soll sich langweilen. Wer nicht weiter weiß, fragt seine Mitschüler usw.

3. Die Vorbereitung

Der Lektionsinhalt wurde auf die 26 Schüler in kleinen Gruppen verteilt. Die Gruppen mit dem Lektionstext wurden von mir mit Folien und Folienstiften ausgestattet. Während der Vorbereitungsphase beobachtete ich die Schüler und gab ihnen Hilfestellung, beispielsweise bei der Formulierung der Grammatikregeln auf Französisch. Dabei wies ich gleich darauf hin, dass die Schüler die Grammatik so einfach wie möglich und mit den Wörtern, die sie schon kennen, erklären sollen. Ich war positiv überrascht, wie konzentriert und motiviert die Schüler ihre Arbeitsaufträge umsetzten, die Ergebnisse konnten sich auf den ersten Blick durchaus sehen lassen. Ich war zunächst skeptisch, ob die Zeit wirklich langt, doch es hat problemlos funktioniert.

Die erste Stoffvermittlung

Ich spreche bewusst von Stoffvermittlungen und nicht von Präsentationen, da es bei LdL nicht darum geht, etwas zu präsentieren, bzw. darzubieten. Vielmehr geht es darum, dass sich die Schüler das neue Wissen zunächst selbst aneignen, um es dann als Moderatoren den Mitschülern weiterzuvermitteln. So lesen sie beispielsweise den Lektionstext ja nicht selbst vor, sondern lassen ihn von den anderen vorlesen.

Für dieses erste Mal habe ich zwei besonders gute Schülerinnen gewählt, um der Klasse die Möglichkeiten von LdL aufzuzeigen und sie so zu motivieren. Eine von ihnen ist im Unterricht besonders still, doch sie machte wider Erwarten den Anfang und begann selbstbewusst damit, die Leserollen auf ihre Mitschüler zu verteilen. Da es die erste Stoffvermittlung war, wollte ich mich noch zurückhalten und nur bei größeren Problemen einschreiten, die Schüler sollten im Anschluss selbst über eventuelle Fehler reflektieren. Danach erklärten die Schülerinnen die neuen Vokabeln, dabei fragten sie in die Runde: Qui sait le mot … Abschließend stellte die Gruppe drei Fragen zum Text. Ich hatte keine hohen Erwartungen an diese erste Phase gestellt, doch ich wurde überrascht, die Klasse hatte das Prinzip sofort verstanden! Hier ein paar „Beweise“ dafür:

– als eine Schülerin etwas zu leise sprach, wurde sie aufgefordert, lauter zu sprechen.

– als eine Schülerin ein Wort falsch aussprach, wurde sie verbessert und aufgefordert, den Satz noch einmal zu wiederholen.

– als eine Schülerin ein Wort nicht verstand, fragte sie die Klasse nach dessen Bedeutung.

– die Gruppe hatte die Fragen zum Text auf Folie vorbereitet und Zeilen aufgezeichnet. Doch anstatt die Lösungen selbst aufzuschreiben, ließen die beiden Mädchen ohne einen Hinweis von mir ihre Mitschüler einzeln nach vorne kommen, um die Sätze auf Folie zu schreiben! Als dabei ein Akzent übersehen wurde, fragte die moderierende Schülern in die Klasse und der Fehler wurde korrigiert.

Ich fragte die Schülerinnen, ob die Klasse die Sätze mitschreiben sollen, was diese verneinten. Natürlich langweilte sich der Rest der Klasse dann etwas, auch wenn sie sich sehr diszipliniert verhielt. Kurz vor Ende der Stunde reflektierten wir die Stoffvermittlung gemeinsam und ein Schüler kam von selbst darauf, dass es besser sei, wenn alle mitschreiben. Genau das wollte ich erreichen: Wieso ständig auf Fehler hinweisen, wenn die Schüler diese selbst erkennen können?

Fazit:

Das Feedback meiner Schüler und die tolle Umsetzung meiner Anweisung waren ein sehr motivierender Einstieg für die Klasse und auch für mich als Lehrerin. Ich habe mir vorgenommen, das Projekt ohne Erwartungen zu starten, doch selbst diese wären übertroffen worden. Mir ist gleichzeitig bewusst, dass dies morgen wieder ganz anders sein kann, aber dieses Erfolgserlebnis war durchaus wichtig für uns.